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9/2010
 
 

Gute Zahlen, schlechte Zahlen

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„Anders als bei der Immobilienkrise 2008 ist die Nachfrage nach LCD TVs seitens der Verbraucher während der Finanzkrise nicht eingebrochen, ...


... sondern hat sich im Gegenteil – und zur Überraschung der gesamten Branche – mit Wachstumsraten in der Größenordnung von 20 Prozent stabil weiterentwickelt“, sagt Ralf Schäfer, PR Manager bei der Panel-Division von Sharp. „Diese Entwicklung schlägt natürlich auch auf die Hersteller von LCD TV Panels durch in dem Sinne, dass die gesamte Panel-Produktion direkt abverkauft wird.“

 

Vorausgegangen war dieser Antwort eine leicht ketzerische Frage von mir an Sharp. Ich wollte einfach wissen, ob die Japaner ihre LCD Panels so teuer an Loewe verkaufen, dass die Kronacher einen Verlust von 4,1 Millionen Euro im ersten Quartal hinnehmen mussten, trotz Umsatzzuwachs? Immerhin hatte Loewe gesagt: „Höhere Beschaffungskosten und Preisanpassungen führen zu negativem Ergebnis.“ Dass ausgerechnet zur Fußball-WM, dem Hoffnungsträger einer ganzen TV-Hersteller-Generation, Loewes Individual-Serie nicht in ausreichender Stückzahl in den Läden stand, hat dem Unternehmen zusätzlich Geld gekostet.

 

Andere hatten mit der WM mehr Glück – Händler sagten mir, dass „die Leute wie blöd kaufen“. Immerhin wurden zwischen Mitte Mai und Mitte Juli rund 800.000 Fernsehgeräte in Deutschland verkauft. Das entspricht Absatzzuwächsen zwischen 20 und 77 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bis zu 69 Prozent mehr Umsatz war die Folge.

 

Allerdings, einige Händler schimpften, dass sie nicht verkaufen konnten, weil „manche aus der Industrie wieder einmal nicht liefern konnten“. Da ich schon beim Fragen war, wollte ich von Deutschland-Geschäftsführer Frank Bolten wissen, ob Sharp denn seine neue Quattron-TVs auch wirklich liefern kann. Seine Antwort: „Nach typischerweise eingeschränkten Quantitäten in der Startphase sieht die Verfügbarkeit derzeit gut aus.“
Gute Aussichten zur IFA also. Machen Sie was draus.

 

Herzlichst,

Ihr

Andreas Wischerhoff



 
 
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