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7-8/2010
 
 

1:0 für MediaMarkt

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Den Einzug ins WM-Finale hat Deutschland leider verpasst. So mancher Fan trauert. Grund zum Jubeln dagegen haben die Marketing-Strategen in Ingolstadt: Die hatten ja auf ein „Versagen“ der deutschen Elf geradezu gewettet.  


Hätte „Schland“ den WM-Pokal nach Hause geholt, hätten einige MediaMärkte tief in ihre Kassen greifen müssen, um siegreichen Kunden den Kaufpreis für ihren nagelneuen Flat-TV zu erstatten. Sie erinnern sich? 
Das war der Deal, den MediaMarkt seinen Kunden am 1. und 2. Juli anbot: Ihr kauft einen Fernseher für mindestens 500 Euro, und wenn Deutschland Fußball-Weltmeister wird, gibt es das Geld zurück. Wie viele Geräte genau an den besagten Tagen über die Laufbänder gezogen wurden und um wie viel höher der Ab- und Umsatz an TV-Geräten gegenüber „normalen“ Tagen war, wollte man in der MediaMarkt-Zentrale nicht beziffern. Aber ich bin mir sicher, es hat sich gelohnt.
Das Beispiel MediaMarkt zeigt, wenn man dem Konsumenten mit neuen Konzepten kommt, ist er bereit zu zahlen, respektive zu kaufen. Das bestätigt auch die Studie „Europa Konsumbarometer 2010“ der Commerz Finanz. Die wichtigsten Auszüge daraus lesen Sie in diesem MediaSeller auf den Seiten 14 und 15. Die Studienmacher bescheinigen, dass sich die Kaufgewohnheiten der Deutschen grundlegend wandeln – und dass Handel und Industrie entsprechend mit kreativen Ideen auf die durchaus vorhandene Kaufbereitschaft reagieren müssen.
Kreativ – nicht kompliziert! Das ist auch eine Forderung, die Design-Guru Don Norman an die Hersteller von technischen Produkten stellt. Er behauptet: „Unsere Probleme mit Alltagsgegenständen rühren doch von allzu aktueller Technik. Die ist weder ausgereift noch weiß man, was man damit alles anstellen kann.“ Warum er statt „leading edge“ lieber „trailing edge“ und damit immer fünf Jahre zu spät sein will, lesen Sie im Interview ab Seite 36.


Herzlichst,
Ihr


Andreas Wischerhoff

 

... der wie Don Norman ein Fan von „activity based design“ ist. Also von Geräten, die nicht eine Sache können, sondern perfekt für eine bestimmte Aktivität geschaffen wurden.

 



 
 
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