
Auf gut amerikanisch
Ja wer sagt denn, dass mit Service kein Geld zu verdienen ist? MediaMarkt lässt sich seit langem schon das Anliefern und Aufstellen von TV-Geräten bezahlen. Einer, der’s noch besser kann und sich den (bezahlten) Service ganz fett auf die Fahne geschrieben hat, ist der weltweit größte amerikanische Elektronik-Händler Best Buy.
Dort, wo freundliche Mitarbeiter im Supermarkt den ganzen Einkauf in die Tüte packen und diese gegen kleines Geld sogar bis ins Haus bringen – hat der Flächenmarkt-Spezialist die hohe Tugend des Kundenservices in die Uniform eines „Geek Squad Agent“ gesteckt.
Was sich hinter dem Wortungetüm versteckt? Nun, einer jener freundlichen Mitarbeiter, die einem den Einkauf in die Tüte ... Na ja, das auch, aber nicht in erster Linie. So ein Geek Squad Agent ist der technische Berater des Kunden, ein Spezialist, der einem das gekaufte Produkt bei Bedarf nicht nur erklärt, sondern auch gleich gebrauchsfertig einrichtet. Und sich diesen Dienst auch bezahlen lässt.
Damit verlieren beispielsweise Konfigurationsorgien beim Einrichten eines E-Mail-Kontos auf dem Note- und Netbook oder auf dem Smartphone ihren Schrecken.
Nun ist die Idee beileibe nicht neu, Best Buy und einige Andere praktizieren die Disziplin des Geek Squads seit vielen Jahren mit Erfolg. Neu ist jedoch, dass man den Service der netten Mitarbeiter mit der unaussprechlichen Berufsbezeichnung jetzt auch in deutschen Läden nutzen kann. Beispielsweise bei der Best Buy Tochter „The Phone House“, die ihren ersten Wireless World Shop in Oberhausen eröffnet hat. Doch das Münsteraner Handelshaus hat noch ein paar weitere clevere Ideen von der amerikanischen Mutter übernommen, wie Sie ab Seite 10 lesen können.
Fest steht, damit erprobt der amerikanische Elektronik-Händler, ob seine Konzepte beim deutschen Kunden landen können. Ich vermute, sie können.
Herzlichst,
Ihr
Andreas Wischerhoff
