
Und tschüss ...
Der Drucker scharrt schon ungeduldig mit den Schuhen, um diese Ausgabe des MediaSellers zu Papier zu bringen, da schneit noch eine brandaktuelle Meldung rein: Frank Bolten schmeißt mit sofortiger Wirkung die Brocken hin. Damit ist der Posten „Präsident von Sharp Electronics Germany/Austria und Geschäftsführer der Sharp Electronics (Europe) GmbH“ wieder vakant.
Immerhin sechs Jahre hat Bolten auf dem heißen Stuhl in der Hamburger Deutschlandzentrale ausgeharrt. So plötzlich der Schritt, so vorhersehbar: Die Sharp-Anteile am deutschen TV-Markt kommen nicht hoch – der Druck aus Japan dürfte hoch sein. Da klingt die Formulierung in der Pressemitteilung, dass der Schritt „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung von Sharp im Markt der Consumer Electronics“ erfolgt sei, richtig plausibel ...
Im Ringen um Marktanteile im heiß umkämpften TV-Geschäft werfen die Hersteller Innovation um Innovation auf den Markt. Und dann melden Marktforscher wie DisplaySearch, dass 3D Fernseher in diesem Jahr ein Flop werden. Begründung: Die Geräte sind noch zu teuer, die Kunden warten auf fallende Preise, zu wenig Inhalte und so weiter. Mit einem haben die Marktforscher bestimmt recht, die gerade mal zwei Prozent Marktanteil am weltweiten TV-Absatz stehen im krassen Widerspruch zum derzeitigen Marketing-Hype. Aber es gibt Hoffnung: 2014 soll der Marktanteil um die 50 Prozent betragen.
Da ist das „Connected TV“ schon weiter. Die 40 Millionen Fernseher, die 2010 mit einem Netzwerkanschluss verkauft wurden, sind ein eindeutiges Zeichen, dass Ethernet im Wohnzimmer angekommen ist. Hoffentlich auch in Ihrem Geschäftsmodell?
Herzlichst,
Ihr
Andreas Wischerhoff
