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Mediaseller
 
 
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10/2010
 
 

Hoch politisch

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„So etwas fragt man doch nicht“, zischt mir ein Kollege während der IFA ins Ohr. „Das ist politisch.“


‚Man’ mag das vielleicht nicht fragen, ich schon. Denn auf der IFA schlugen Spekulationen, Vermutungen und Halbwahrheiten um die Media Markt-Eigenmarken bereits hohe Wellen. Wer bandelt da bei der Produktion der Eigenmarken mit an? Wer steuert dagegen, wem sackt neben dem Herzen auch gleich das Preisgefüge in die Hose?
Die Antworten aus der Industrie – später gestellt, nachdem die MSH den Schleier der großen Geheimnisse direkt nach der IFA gelüftet hatte – zeigen: Der MSH-Coup ist politisch. Und kaum ein A-Marken-Hersteller mag den Vorstoß, den manche hinter vorgehaltener Hand als Kampfansage geißeln, öffentlich kritisieren. Sich mit Media Markt und Saturn anzulegen, kann Geld kosten, viel Geld. Schließlich ist man gelistet. So ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen wie Sony und Samsung frei bekennen: Wir möchten dazu nichts sagen. Es sind wichtige Handelspartner.
Andere sind da etwas lockerer, wie expert-Chef Volker Müller etwa. Er will zwar als Wettbewerber der MSH die Sache ungern kommentieren, gibt aber einen interessanten Aspekt zu bedenken. „Im wahrsten Sinne des Wortes bemerkens- und beachtenswert ist die strategische Allianz der MSH mit der BSH im Sortiment der Elektrogroßgeräte.“ Henrik Köhler, Philips Geschäftsführer und Leiter der Consumer Lifestyle Sparte, gibt dem Handel die Empfehlung: „... sich über Qualität und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu präsentieren.“ Ab Seite 12 lesen Sie mehr dazu.
Doch noch eines interessiert mich: Wie sieht der Handel jenseits der Großfläche das Eigenmarken-Debakel? Macht der MSH-Vorstoß Angst? Lässt Sie so etwas kalt? Schreiben Sie mir Ihre Meinung.
 

Herzlichst,
Ihr

Andreas Wischerhoff
 



 
 
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