
Marktzahlen: Schneller, flacher & 3D
Tablet-PCs, die Notebooks und PCs ins unterste Verkaufsregal verbannen, Smartphones, die mehr können und das schneller als so mancher aktuelle PC, und 3D-TV ohne Brille: Die Technik-Trends 2011 versprechen neue Kundengruppen und Absatzchancen, wie eine aktuelle Studie nahelegt.
Laut einer Prognose der Beratungsgesellschaft Accenture dürften in diesem Jahr in Deutschland fünfmal mehr Tablet-PCs verkauft werden als noch im vergangenen Jahr. Gleichzeitig schrumpft der Absatz an Desktop-Computern. Bis klassische PCs und Handys der älteren Generation wirklich verdrängt sind, dürfte es aber noch eine ganze Weile dauern. Die Geräte seien sehr weit verbreitet, sagen die Studienautoren.
Mehr als 90 Prozent der Verbraucher in Deutschland besitzen derzeit einen Computer, dagegen nur rund vier Prozent einen Tablet-PC. Über ein Smartphone verfügen immerhin 25 Prozent, ein normales Handy nutzen rund 71 Prozent. Ein wirklich schneller Wechsel zu „neuen“ Technologien steht laut Accenture im Mobilfunksektor bevor. In diesem Jahr wollen 16 Prozent der deutschen Verbraucher ein Smartphone kaufen, lediglich neun Prozent liebäugeln noch mit einem herkömmlichen Handy. Auch im Wohnzimmer vollzieht sich der Generationswechsel. Dort hat rund die Hälfte der deutschen Verbraucher bereits einen HDTV-Fernseher aufgestellt.
2011 wird der Absatz dieser Apparate um zehn Prozent sinken, während sich die Nachfrage nach 3D Fernsehern verfünffacht. Der Verkauf von DVD-Playern wird um etwa 60 Prozent zurückgehen – dagegen steigt die Nachfrage nach Blu-ray Abspielgeräten um gut 50 Prozent.
CE vor Möbel oder Freizeit
Und noch einen wichtigen Aspekt zeigt die Studie: Die Deutschen geben ihr Geld zwar vorrangig für Mode und Autos aus, gleich danach folgen aber Consumer Electronics-Produkte, noch vor Möbeln und Einrichtungsgegenständen oder vor Freizeitaktivitäten wie Urlaub etc. Das Gros der befragten Deutschen, nämlich knapp 40 Prozent, wollen zwischen 500 und 1.500 US-Dollar, also zwischen ca. 374 und 1.125 Euro, für CE-Anschaffungen in diesem Jahr ausgeben. Das entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis. Allerdings geben auch deutlich über 20 Prozent der Deutschen an, dass sie in diesem Jahr keinen Pfennig für Consumer Electronics ausgeben wollen. Wenn es um umweltfreundliche Produkte geht, möchten immerhin über 60 Prozent hier zugreifen.
„Hersteller und Verbraucher folgen zwei Konvergenz-Trends – ‚Eines für alle’ und ‚Alles auf einem’“, sagt Prof. Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. „Das heißt, ein spezielles Angebot wie Fernsehen oder Textverarbeitung wird auf mehreren unterschiedlichen Geräten genutzt. Mit einem einzelnen Gerät wiederum lassen sich so unterschiedliche Dinge tun wie ein elektronisches Buch lesen und telefonieren.“
